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Am 16. Februar 2004 jährt sich der
Geburtstag Helmut Bräutigams zum 90. Mal. Angehörige
und Freunde Helmut Bräutigams sowie weitere geladene Gäste
erlebten im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum
Helmut-Bräutigam-Gedenkjahr, am 5. Februar in der gut
gefüllten Aula des Julius-Motteler-Gymnasiums, ein
niveauvolles Programm, gestaltet von verschiedenen
Solisten, Chören und Darstellern der Theatergruppe des
Gymnasiums.
„Der deutsche Mensch kann doch
nicht der sein, dem das Wort ‚Kultur’ Unbehangen
bereitet, weil es ihm ein stiller Vorwurf zu sein
scheint, der aber zu der Tatsache ‚Kultur’ nicht die
geringste Beziehung hat.“ - Mit diesem Brief-Zitat
Helmut Bräutigams aus dem Jahr 1940 stimmte Oberbürgermeister
Holm Günther zu Beginn der Veranstaltung auf den Abend
ein. Ganz
bewusst war für die Eröffnungsveranstaltung die Aula
des Crimmitschauer Gymnasiums gewählt worden. - Hier
war Helmut Bräutigam während seiner Gymnasialzeit
musisch besonders aktiv, und, wie in der Chronik des
Gymnasiums mehrfach nachzulesen ist, leitete er hier den
Kammerchor und das Collegium musicum. |
An anderer
Stelle der Chronik wird erwähnt, dass Helmut Bräutigam
mit seinem Abitur 1934 der Primus omnium, also
der beste Schüler seines Jahrganges und vielleicht überhaupt
der begabteste Absolvent dieser Schule war.
Viele hier im Raum,
die in irgend einer Form mit dem Werk Helmut Bräutigams in Verbindung gekommen
sind, werden genauso wie ich von dem großen Spektrum und der Fülle seines
Schaffens beeindruckt sein“, führte der Oberbürgermeister weiter aus und
verwies dabei auch auf eine kleine Ausstellung auf dem Gang des Gymnasiums. –
Ansprache
des Oberbürgermeisters
Eine ergreifende Laudatio zu Ehren des viel zu früh verstorbenen Crimmitschauer
Künstlers hielt Günter Neubert, Komponist und Gründungsmitglied der Sächsischen
Akademie der Künste. Dabei gelang es dem Festredner in eindruckvoller Weise das
kurze aber doch so schaffensintensive Leben Helmut Bräutigams in Erinnerung
zurück zu rufen. Abschließend überreichte er der anwesenden Schwester des
Crimmitschauer Komponisten, Elfriede Schaller, symbolische neun Rosen – für
neun Lebensjahrzehnte, die zu erleben Helmut Bräutigam nicht vergönnt war.
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