Wirtschaftsförderung auf Schweizer-Deutsch - Städteregion Zwickau im Dialog mit der Schweiz
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„Schweizer Begegnungen mit der Städteregion Zwickau“ –
unter diesem Motto fand am 11. März im vollbesetzten Europasaal des Schlosses Schweinsburg
eine interessante Informationsveranstaltung statt, die nach Auffassung von Oberbürgermeister
Holm Günther durchaus als Auftakt für weitere derartige Begegnungen zu werten ist.
Mit schweizerischem Charme, moderiert von Peter S. Kaul (Foto li.),
dem Präsidenten des Schweizerisch-Deutschen Wirtschaftsclubs in Sachsen,
Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Mitglied der Geschäftsleitung der
Unternehmenskontor für Deutschland GmbH, verstanden es eine Reihe hochkarätiger
Vertreter des Alpenlandes die Voraussetzungen und zugleich vielfältigen
Möglichkeiten bilateraler schweizerisch-deutscher Wirtschaftskontakte vorzustellen.
So gelang es dem Schweizer Konsul Daniel Blatter mit überzeugenden Fakten vom Heidiland
zum High-Tech-Land überzuleiten, welches sich zu den technologisch fortgeschrittensten Staaten
der Welt zählt.
Schweizer suchen Partner für Kooperation, Handel und Know-how-Transfer – und
dabei rückt Deutschland, und gerade im Zeichen der bevorstehenden EU-Osterweiterung
Südwestsachsen, zunehmend ins Zentrum wirtschaftlichen Interesses. Im Bereich
der Unternehmensgründungen gibt es schon lange ein Umdenken in der Schweiz,
indem man gerade im Bereich des Mittelstandes immer stärker dazu tendiert,
in bestehende Unternehmen einzusteigen, statt auf der grünen Wiese neu zu starten.
Wirtschaftsstatistiken weisen für ganz Deutschland eine beachtliche Zahl an Unternehmern
aus, die 50 Jahre und älter sind. Viele von ihnen widmen sich der Unternehmensnachfolge
zu spät oder gar nicht, aber „je mehr Firmen es gibt, die sich nicht mit dieser
Problematik auseinandersetzen, umso größer ist die Gefahr, dass viele Arbeitsplätze
verloren gehen“, so die Befürchtungen der Fachleute.
Von seinen seit vielen Jahren durchweg positiven Erfahrungen
mit Schweizer Geschäftspartnern, denen man „mit Flexibilität, Ehrlichkeit und Offenheit
begegnen sollte“, berichtete Stefan Rudert, der Geschäftsführer der Rudert Edelstahltechnik.
Auf der Grundlage des bereits 2003 erfolgten Zusammenschluss seines Unternehmens
mit einem schweizerischen Partner, entsteht z. Z. im Crimmitschauer
Gewerbegebiet eine neue Fertigungsstätte für Solarkollektoren.
Die Produktion soll ab Juni dieses Jahres nach Schweizer Know-how
erfolgen und den Bedarf des gesamten europäischen Marktes abdecken.
Es entstehen zehn neue Arbeitsplätze.
Nach dem offiziellen Programm hatten die mehr als Einhundert Vertreter
aus Wirtschaft, Handel und Politik Gelegenheit zum individuellen Erfahrungsaustausch.
Im Gespräch mit Oberbürgermeister Holm Günther: Peter S. Kaul – Präsident
Schweizerisch-Deutscher Wirtschaftsclub, Torsten Spranger - Geschäftsführer der IHK,
Thomas Staubli - Partner Partners Group, Daniel Blatter - Konsul Schweiz (von links)