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Kooperationen länderübergreifend aufbauen
- Konstruktives deutsch-österreichisches Wirtschaftsgespräch im Rathaus -
Auf Initiative der IHK Südwestsachsen, Regionalkammer Zwickau, fand am 26. März im Rathaus Crimmitschau eine interessante Begegnung des Oberbürgermeisters mit den beiden österreichischen Wirtschaftsvertretern Magister Wolfgang Bittner, Cluster-Manager Automobil-Cluster Oberösterreich, und Magister Stephan Thalhammer, Geschäftsführer der Austrian Automotive Association Service GmbH, statt. Oberbürgermeister Günther nutzte die Begegnung, im Beisein des IHK-Geschäftsbereichsleiter Industrie/Außenwirtschaft Michael Stopp und seiner Fachbereichsleiterin Wirtschaftsförderung Andrea Bereš, für ein umfassendes Kurzporträt der Stadt Crimmitschau, mit ihren strukturellen und wirtschaftlichen Facetten und Potentialen. Zahlreiche innovative Ansätze und damit vielfältige Möglichkeiten hierfür sind nicht nur im Bereich der Automobilzulieferindustrie, sondern, aufgrund der ursprünglichen Stärken als textile Region mit einem guten Fachkräftepotential, beispielsweise auch in der Branche technische Textilien denkbar. 

Die österreichischen Gäste zeigten sich sehr aufgeschlossen. Hatten sie doch im Rahmen ihres dreitägigen Aufenthaltes Gelegenheit, einen Überblick über die wirtschaftlichen Kompetenzen der Region zu erhalten. Mit großem Interesse wurden die wirtschaftlichen städtebaulichen und strukturellen Möglichkeiten registriert, die Crimmitschau insgesamt zu bieten hat – bis hin zum oberzentralen Städteverbund „Stadtregion Zwickau“. Magister Bittner sprach von positiven Erfahrungen in Sachsen und einem offenen Empfang. „Die Kulturen passen zusammen, was ein zukunftssicheres Vorgehen ermöglicht. Es gibt sehr viele verschiedene Kompetenzen, die ohne Konkurrenzdenken vereinbar sind“, so sein Resümee. Geplant sei, das Dreieck der Kooperation von Österreich über Slowenien nach Deutschland, und dabei auch nach Sachsen, und wieder zurück über Tschechien zu spannen. Ein anspruchsvolles EU-Projekt sei zur Zeit bereits in Vorbereitung. Fazit des Oberbürgermeisters: „Es gilt nun auszuloten, wo Kooperationsmöglichkeiten vorhanden sind. Es gilt die vorhandenen Arbeitsplätze zu sichern und neue zu gewinnen, und dies ist innerhalb der politischen Rahmenbedingungen nur gemeinsam und länderübergreifend möglich.“

Auf die Vorteile des Standortes Deutschland hinsichtlich der möglichen Sicherung hoher Qualitätsstandards verwies Michael Stopp. Er sprach von optimalen Voraussetzungen für die Entwicklung innovativer Produkte, wobei man das Know-how hier gemeinsam mit der Westsächsischen Hochschule ausbauen könne. Magister Thalhammer informierte über die Austrian Automotive Association Service GmbH – www.aaa.co.at - als sogenannte Dach-Marke für alle Cluster der österreichischen Industrie im Ausland. Das Unternehmen ist seit Anfang dieses Jahres auf breiter Basis tätig und auch auf der Leipziger Automobilzuliefermesse „Z 2004“ präsent. Spätestens hier soll das Crimmitschauer Gespräch eine Fortsetzung erfahren.

Das umfangreiche Besuchsprogramm der österreichischen Gäste umfasste außerdem verschiedene Firmenbesuche, so auch bei Westfalia Presstechnik GmbH & Co KG und H & T ProduktionsTechnologie GmbH im Crimmitschauer Gewerbegebiet, sowie eine Reihe weiterer Informationsgespräche, u. a. auch in der Westsächsischen Hochschule Zwickau.

Wolfgang Bittner, OB Günther, Stephan Thalhammer und Michael Stopp (v. li.) im Gespräch vor dem Rathaus