Nach einjähriger Bauzeit gab der Sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt am 8. September 2004 in Anwesenheit
zahlreicher Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bevölkerung einen weiteren Bauabschnitt der insgesamt rund drei Kilometer
langen und 6,7 Millionen Euro teuren Crimmitschauer Ortsumgehung "Nordverbinder“ für den Verkehr frei.
„Die Umgehung im Zuge der Staatstraße S 289 ist eine wichtige Verbindungsachse von der A 72 zur A 4. Sie wird den Verkehr
nicht nur flüssiger und sicherer machen, sondern vor allem die Crimmitschauer Innenstadt vom Durchgangsverkehr und damit von
Lärm und Schadstoffen entlasten“, so der Ministerpräsident. Milbradt verwies ebenfalls auf die enorme Bedeutung für die
wirtschaftliche Entwicklung, die die Anbindung der Regionen an das Fernstraßennetz habe. Hierzu leistet die Trasse
einen entscheidenden Beitrag.
Auch Oberbürgermeister Holm Günther hob in seinem kurzen Grußwort die
Bedeutung des Nordverbinders für Crimmitschau und die gesamte Region hervor und übermittelte dem Ministerpräsidenten,
der Sächsischen Staatsregierung und dem Regierungspräsidium ausdrücklichen Dank dafür, dass diese Infrastrukturentwicklung überhaupt
möglich war. Nach der Übergabe einiger Schreiben hiesiger Unternehmen an Georg Milbradt würdigte Oberbürgermeister Holm Günther
auch das großartige Engagement des Landtagsabgeordneten Georg Hamburger zugunsten der Region.
Die Anwesenden der Bürgerinitiative „Für die Ortsumgehung Gablenz“ erhielten die klare Zusage, dass das Baurecht
für den vierten Bauabschnitt vom Gewerbegebiet bis zur Anbindung A 4 in kurzer Zeit herstellbar sei.
Georg Hamburg, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, sieht für diesen 4. Teilabschnitt eine mehrfache Bedeutung,
von der Möglichkeit der Vernetzung der Gewerbegebiete von Crimmitschau und Meerane einschließlich
der gewerblich/industriellen Nutzung weiterer Vorhalteflächen in diesem Bereich - einhergehend
mit dem näheren Zusammenrücken der beiden Städte – bis hin zur dringlichen Entlastung der Anwohner des
Crimmitschauer Ortsteiles Gablenz. Ein Grobentwurf, wie die Straße weiter geführt werden soll, liegt bereits vor.
Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme bis Ende 2006 wird als durchaus realistisch angesehen.
Foto 1 Ministerpäsident Georg Milbradt bei seiner Ansprache
Foto 2 MdL Georg Hamburger, MP Georg Milbradt, OB Holm Günther (v.r.) durchschneiden das
obligatorische grün-weiße Band
Foto 3 3. Bauabschnitt Nordverbinder vom Kreisverkehr in Richtung Gewerbegebiet
Der nun für den Verkehr nutzbare dritte Bauabschnitt ist 1,2 km lang und führt von der Güterstraße über das Gelände des ehemaligen Gaswerkes bis zum Gewerbegebiet. Die Kosten für diesen Teilabschnitt betragen 3 Millionen Euro. An der Finanzierung der Baukosten sind der Freistaat Sachsen, die Europäische Union und die Stadt Crimmitschau beteiligt. Der erste Bauabschnitt von der Fichtestraße bis zum Kreisverkehr an der Dänkritzer Landstraße wurde bereits im Jahr 2002 übergeben. Baubeginn für die nun anschließende, ca. einen Kilometer lange Strecke des zweiten Bauabschnittes zwischen Hainstraße und Güterstraße wird voraussichtlich im nächsten Jahr sein.
Die Stadt Crimmitschau dankt an dieser Stelle auch dem Straßenbauamt Zwickau und dem Bauunternehmen Walter Heilit mit weiteren Unterauftragnehmern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und Qualität während der Realisierung dieses dritten Bauabschnittes. Allen während der Bauzeit beeinträchtigten Anliegern und Verkehrsteilnehmern gilt nochmals ein herzliches Dankeschön für das gezeigte Verständnis.