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Niemand kann aus der Geschichte seines Volkes heraustreten
- Stilles Gedenken an die Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Nationalsozialismus -
Mit einer Schweigeminute gedachten am 27. Januar, dem offiziellen internationalen Holocaust-Gedenktag, Bürgerinnen und Bürger, darunter Vertreter der amtierenden Parteien, der Kirchen, Vereine und Verbände sowie der Stadtverwaltung, am Mahnmal des Crimmitschauer Friedhofs erneut der Opfer der Nazi-Diktatur und legten Blumen und Kränze nieder.

Zuvor hatten sich die Anwesenden zu einer Andacht in der Kapelle des Crimmitschauer Friedhofs versammelt. Pfarrer Ferry Suárez erinnerte mit eindrucksvollen Worten an die Geschehnisse im Lager Auschwitz-Birkenau. Er gedachte der Menschen die Widerstand leisteten und aller Opfer der menschenverachtenden Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten sowie der Befreiung des Lagers durch russische Soldaten. „Alles, was das Böse benötigt um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit“, mahnte der Geistliche ganz entschieden an, der Verharmlosung dieser grauenhaften Verbrechen entgegenzuwirken. „Es ist unsere Pflicht, der Geschichte und den Opfern gegenüber, die Erinnerung an das Geschehene nicht zu vernachlässigen, daraus Lehren zu ziehen, die auch für künftige Generationen Orientierung sind“, appellierte Pfarrer Suárez an jeden einzelnen, dem erneuten Erstarken nationalsozialistischer Gruppierungen entgegenzutreten. Man dürfe nicht aufhören, sich an das Versagen unseres deutschen Volkes zu erinnern und deshalb sei dieser Gedenktag so wichtig.

13.02.2009/ChR