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Bürgermeister geben Startschuss für die „Terra Plisnensis“
- Acht Kommunen an der Pleiße wollen künftig enger Zusammenarbeiten. Bis 2011 bringen sie dazu ein gemeinsames Regionales Entwicklungskonzept auf den Weg. -
Die sächsischen Kommunen Werdau, Meerane, Crimmitschau, Neukirchen und Langenbernsdorf wollen künftig noch enger mit ihren Ostthüringer Nachbargemeinden Schmölln, Gößnitz und Ponitz zusammenarbeiten. Deshalb lassen die Partner bis Mitte 2011 ein gemeinsames Regionales Entwicklungskonzept (REK) erarbeiten. Dieses soll künftig als Entscheidungsgrundlage bei wichtigen Fragen dienen. Etwa: Wo in dem 255 Quadratkilometer umfassenden Gebiet ist es sinnvoll, Gewerbegebiete zu errichten? Wie lässt sich die Region gemeinsam vermarkten? Wie kann man dem Bevölkerungsschwund entgegenwirken? Wo können Solar- oder Windkraftanlagen gebaut werden und wo müssen welche Verkehrsprojekte umgesetzt werden?

Die Oberbürgermeister und Bürgermeister der Terra-Plisnensis-Städte gaben im Crimmitschauer Rathaus den offiziellen Startschuss
für die Erarbeitung eines gemeinsamen Entwicklungskonzepts.
Sachsen und Thüringen stellen erhöhte Förderung in Aussicht
Die Ziele dieses Projekts umriss Crimmitschaus Oberbürgermeister Holm Günther am 23. Februar bei der Auftaktveranstaltung im Crimmitschauer Rathaus: „Wir wollen dadurch die spezifischen Kompetenzen der beteiligten Kommunen stärken und gleichzeitig wichtige Synergieeffekte erzeugen.“ Auftreten will die Region künftig als „Terra Plisnensis“, der lateinischen Bezeichnung für das „Pleißnerland“. Bereits seit 2004 existierte dazu eine gleichnamige, länderübergreifende Arbeitsgruppe. „Ein Erfolg dieser Partnerschaft war die Zusammenführung der einzelnen Radwegekonzeptionen zu einer gemeinsamen Radwegekarte, die nicht an den Landesgrenzen endet, sondern die seit Jahrhunderten bestehenden Verknüpfungen der Pleiße- und Sprotteregion in den Mittelpunkt stellt“, erklärt Crimmitschaus Oberbürgermeister Holm Günther. Mit dem neuen REK soll die Zusammenarbeit nun auf eine neue Stufe gestellt werden – auch finanziell. Projekte, die Bestandteil des künftigen Entwicklungskonzepts sind, haben die Chance, seitens der Länder Sachsen und Thüringen eine Höchstförderung zu erhalten.
Konkrete Ergebnisse Mitte 2011
Die Ausarbeitung des Konzepts übernimmt die Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen (WFG). Wie WFG-Geschäftsführer Jürgen Kepke mitteilte, werden für die Erstellung des Konzepts drei Arbeitsgruppen gebildet: Kooperation/Soziales/Tourismus und Kultur; Wirtschaft/Verkehr/Infrastruktur; Umwelt. Diese sollen im März dieses Jahres ihre Arbeit aufnehmen. Konkrete Ergebnisse will Kepke Mitte 2011 liefern. (26.02.2010/SV)